Live in Berlin

Berlin, 24.10.2015

Hilfe, die „Kiste“ strahlte ganz in grün und auch das Publikum war nicht das, welches ich sonst in dieser Lokalität antreffe. War ich im ‚falschen Film‘? Nein, war ich nicht. Schon seit längerem habe ich die Worrystone-Scheibe „For Sale“ in meinem Besitz und nun gab die Band aus dem Mansfelder Land ihr Debüt in der Hauptstadt. Das war DIE Gelegenheit, um mir die Kapelle einmal Live ‚rein zuziehen‘.
Also, Kilkenny statt Hefeweizen!







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Eines fiel mir sofort auf: was wir da geboten bekamen, war äußerst professionell, obwohl die Band wohl eher dem Amateurlager zu zuordnen ist. Von Anbeginn entfachte „Worrystone“ ein Feuerwerk. Spielfreude pur! Das merkte wohl auch das Publikum, denn alsbald füllte sich die Tanzfläche. Frontmann Peter Wächtler erwies sich als wahres Multitalent. Ständig wechselte er das Instrumentarium. Locker führte er uns durchs Programm. Das war zumindest für mich von Nöten, denn so oft bewege ich mich nicht auf diesem Terrain. Obwohl, Songs wie „John Barleycorn“ oder „Molly Malone“ kennt auch ein ‚alter Blueser‘. Doch ausgerechnet diese Songs standen an diesem Abend nicht auf der Set-Liste.
Locker kamen auch seine Mitstreiter von der Bühne herunter, so dass der Abend zu einer ausgelassenen Party geriet. Nicht immer hat man hautnahen Kontakt zu den Akteuren. Begleitet wurde Peter Wächtler von Susann Busch, die für Akkordeon und Whistle zuständig war. Die zweite Dame in der Truppe ist Jenny Kästner (Gesang und Gitarre). Für ein solides Fundament sorgten Karl-Heinz Eberhardt (dr, perc) und Tobias Leimer (bg).

Dem aufmerksamen Betrachter ist längst der Zusatz „and anything else“ im Bandnamen aufgefallen. Das anything else stand an diesem Abend für Johnny Cash. Das nahm ich noch gelassen hin. Aber als dann „Me and Booby McGee“ – gesungen von Jenny -, „Gimme Shelter“ oder „Whiskey In The Jar“ folgten, hielt auch den Blueser nichts mehr auf seinem Platz.
Bleibt zu hoffen, dass „Worrystone“ bald mal wieder in der Region auftaucht.

(Mathias Z. - www.blueser54.de)

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